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„Wenn jemand vom DRK da ist, fühle ich mich sicher.“ Mit diesem persönlichen Gefühl brachte Bürgermeister Gregor Bühler beim doppelten Jubiläum des DRK-Ortsvereins Sasbach auf den Punkt, was zahlreiche Bürger bei Festen, Veranstaltungen, Sport, Freizeit und anders mehr fühlen und dafür auch sehr dankbar sind. Die Helferinnen und Helfer im Zeichen des Roten Kreuzes würden ihre Dienste und Aufgaben im Rahmen des „höchsten Amtes im Staat“, ehrenamtlich und rund um die Uhr wahrnehmen, so der Bürgermeister. Herfür bedankte er sich während der Feier „60 Jahre DRK Sasbach und 20 Jahre Rot-Kritz-Guggis“ bei den aktuellen Aktiven um die Vorsitzende Nadine Braun und ihren Vorgängern seit der Gründung 1959.

Das Tätigkeitsfeld des DRK wurde in den vergangenen Jahren immer komplexer, was bedeutet, dass sich die Aktiven immer wieder neu auf Gefahrensituationen einstellen, entsprechend sachgerecht helfen und dabei auch die rechtlichen Dinge bei Kursen, Blutspenden und Einsätzen beachten müssen. Gregor Bühler war es auch besonders wichtig, in die Zukunft zu schauen und er sicherte dem Ortsverein die Unterstützung der Gemeinde zu.

Nadine Braun präsentierte die vielfältigen Aktivitäten, die hohe Einsatzfähigkeit, die permanente Weiterbildung und die sehr gute Jugendarbeit des DRK.

Dazu gehört auch die bislang einzige Guggenmusik im Kreisverband, die Rot-Kritz-Guggis, die von Manuela Kunz „dirigiert“ werden und vor 20 Jahren bei einem Polterabend zum Klingen kamen. Damals waren es acht Gründer und ein Umzug, heute seien es 25 Musiker und zehn bis fünfzehn Auftritte. Der Leiterin war es ein großes Anliegen, die immer noch aktiven „Gründerväter“ Jörg Armbruster, Alexander Baust und Axel Hug zu ehren und sich bei allen „Guggis“ zu bedanken, die auch das Fest musikalisch gestalteten. 1959 waren es drei Frauen und zehn Männer, die den Ortsverein gründeten. Sechs Jahrzehnte später konnte die Vorsitzende Maria Nissen, Eugen Ernst, August Hauser und Josef Kurz ehren, die 1959 dabei waren, als der erste „Dienstraum“ in der Brauerei Lang war.

Sprachlos war Martin Glaser, als ihn der Vorsitzende des Kreisverbandes Bühl-Achern, Felix Brenneisen, auf die Bühne bat und den früheren Vorsitzenden des Jubilars von 1999 bis 2018 für dessen Verdienste auf Orts- und Kreisebene zum Ehrenvorsitzenden ernannte. Der Kreisvorsitzende erinnerte daran, dass Martin Glaser seit 40 Jahren dem DRK angehöre und exemplarisch für die vielen Aktiven stehe, die sich „60 Jahre im Zeichen der Menschlichkeit“ engagierten. Heute sei diese selbstlose und freiwillige Hilfe wichtiger denn je, wobei er neben den vielfältigen Einsatzorten besonders die Hilfe für Flüchtlinge im Kleinen und weltweit nannte.

Auf der Festwiese gab es eine Fahrzeugschau von DRK, THW und Feuerwehr, die bei Übungen und Einsätzen bestens kooperieren und Einblicke in ihre Tätigkeitsfelder gaben. Auch die Rettungshundestaffel des Kreisverbandes demonstrierte ihr Können bei der Suche nach vermissten oder verschütteten Personen, die Rot-Kritz-Guggis spielten fetzige Klänge und die DRK-Freunde aus Hardheim feierten mit den Sasbachern fast 50 Jahre Freundschaft.