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Werkrealschule nur noch in Sasbach

Werkrealschule nur noch in Sasbach

Stadt Achern und die Gemeinde Sasbach wollen die bisher an zwei Standorten geführte Werkrealschule Oberachern/Sasbach in der zweiten Woche nach den Herbstferien, also ab dem 11. November, ausschließlich am Standort Sasbach weiterführen. Sasbach sei der mit Bussen besser erreichbare Standort.

In den nächsten Sitzungen der Gremien des Gemeinderats von Achern und Sasbach soll offiziell der Beschluss gefasst werden, die öffentlich-rechtliche Vereinbarung im gegenseitigen Einvernehmen aufzuheben und die Werkrealschule (WRS)ab dem Schuljahr 2020/21 in die Schulträgerschaft der Gemeinde Sasbach zu überführen. Das teilt die Stadt Achern am Donnerstag mit.

OB Klaus Muttach und Bürgermeister Gregor Bühler klären aktuell mit den Schulbehörden, wo noch letzte Fragen zu klären und formelle Anforderungen zu erfüllen sind, wie es weiter heißt. Nach den bisherigen Gesprächen in den Gemeinderatsgremien beider Kommunen rechnen Bühler und Muttach mit einem eindeutigen Beschluss für das neue Konzept, heißt es.

Am besten erreichbar

„Der Erhalt der Werkrealschule als Schultyp ist uns außerordentlich wichtig. Deshalb soll künftig der Unterricht dort stattfinden, wo die beste Erreichbarkeit für die Schüler und damit bestmögliche Attraktivität der Schule gegeben ist“, erklären Muttach und Bühler. Die Eltern würden per Brief informiert.

Diese Lösung werde von der Leiterin des Staatlichen Schulamts Gabriele Weinrich und auch von Schulleiterin Daniela Gauglitz-Wehle begrüßt, heißt es in der Presseinfo. Auch Eltern und Kinder seien Gewinner dieser Entscheidung. Der Schulstandort Sasbach werde gestärkt und in den frei werdenden Räumen in Oberachern soll ein neuer Kindergarten eingerichtet werden, sind die Rathauschefs sehr zufrieden.

Bei der 2016 gegründeten WRS Oberachern/Sasbach sollte dieser Schultyp gesichert werden. Die Klassen 5 bis 7 wurden in Sasbach, 8 und 9 in Oberachern unterrichtet, was allerdings zur organisatorischen Herausforderung wurde. Von Eltern und Schülern kam Kritik. Die WRS habe ein Einzugsgebiet, das über Gamshurst und Sasbachried bis nach Lauf reicht. Aus Oberachern selbst kommen in den Klassen 8 und 9 aktuell nur drei von 39 Schülern.

Da nun weiterhin alle weiterführenden Schultypen geführt werden, bleibe der Raum Achern/Sasbach eine attraktive Schulregion, so Muttach und Bühler. 

Nachfrage im Stadtteil

Das bisherige Gebäude der WRS in Oberachern soll nach dem Willen von Klaus Muttach zur eigenständigen Kita werden. Beispiele aus anderen Stadtteilen würden zeigen, dass die Nähe von Kita und Schule Vorteile bringen. Zudem habe die Stadt aktuell Mühe, ausreichend Betreuungsplätze für Kindergartenkinder aus Oberachern anzubieten. Die kirchliche Kita mit neun Gruppen sei voll belegt, eine Erweiterung nicht möglich und durch die Baugebiete auf dem Areal Lott und den Illenauwiesen sei weitere Nachfrage zu erwarten. Die neue Kita mit etwa 40 Plätzen soll einen separaten Zugang und einen eigenständigen Außenbereich erhalten.