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Neuer Trainer

Neuer Trainer

Nun hat auch der SV Sasbach die sportlichen Weichen für die kommende Saison gestellt. Neuer Trainer bei den Grün-Weißen wird Jens Hellmann sein. 

Der 42-Jährige, der aus Ottenau stammt und seit Längerem in Großweier wohnt, hat beim SV Sasbach schon etwas Stallgeruch geschnuppert, da er die Bambini trainiert. Zusammen mit seiner Ehefrau Stefanie hat Hellmann, der aufgrund früherer Engagements beim SV Fautenbach, VFR Achern und SV Wagshurst den regionalen Fußball gut kennt, zwei Söhne, die beim SVS bei den Bambini das Fußball-Abc erlernen.

Zuletzt war Hellmann beim SV Leutesheim tätig, nun wird er sein Traineramt nach Saisonende beim SV Sasbach antreten. Abzuwarten bleibt, ob dies wie bisher in der Bezirksliga oder im Fall eines Abstiegs in der Kreisliga A sein wird. Kris Oldach wird bis zur Sommerpause weiterhin die Dreifachbelastung, als Vereinschef, Trainer und auch Spieler ausüben und versuchen, das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen. 

Da am Wochenende auch Matthias Zehnle, Spielertrainer der zweiten Mannschaft, seine Zusage für die kommende Saison gegeben hat, liegt es nun an den Spielern, mit dem notwendigen Trainingsfleiß und der richtigen Einstellung in die weitere Rückrunde zu gehen und die für den Klassenerhalt sowohl im Bezirksoberhaus als auch in der Kreisliga A (zweite Mannschaft) notwendigen Punkte einzufahren.

Gemischte sportliche Bilanz

Gemischte sportliche Bilanz

Eine sportlich gemischte Bilanz zog der SV Sasbach in der Hauptversammlung. Aushängeschild des Vereins ist die umfangreiche Jugendarbeit.

 Auf ein reges Vereinsleben blickte Kris Oldach, Vorsitzender des SV Sasbach, in der Hauptversammlung zurück. Dazu zählten auch das Sportfest im Juli und die zweite Oktoberfest-Auflage. 

“Glück gehabt“ – dieses Fazit war treffend für den Verlauf der vergangenen Saison beim Bezirksligateam, bei dem die “Erste” nach einer längeren Mißerfolgskurve in der Rückrunde im letzten Heimspiel gerade noch den Abstieg vermied. Auch das Desaster beim Bezirkspokalfinale beim FC Rastatt 04 ließ Manuel Zerrin nicht unerwähnt. Als sich auch in den ersten Spielen dieser Saison keine sportliche Verbesserung abzeichnete, folgte die Trennung von Trainer Steve Schröter. Zerr, als “Vorstand Sport” für den Seniorenbereich zuständig, monierte auch die oft schwache Trainingsbeteiligung. 

Klassenerhalt gesichert

Besser gelaufen sei es bei der zweiten Mannschaft, die nach ihrem Aufstieg in die Kreisliga A schon früh den Klassenerhalt sicherte. Als Highlight hob Zerr das Gastspiel des KSC hervor. Die Alten Herren holten die Kleinfeldmeisterschaft.

Als “sehr gut” schilderte das für die Jugend zuständige Vorstandsmitglied Marco Feurer die Lage im Nachwuchsbereich. Derzeit würden über 120 Kinder und Jugendliche betreut. Aktuell seien zwölf Jugendmannschaften gemeldet; hinzu kämen die “Mini-Bambinis”, die noch nicht am Turnierbetrieb teilnähmen. Betreut werde der Nachwuchs von 20 ehrenamtlichen Trainern sowie acht weiteren Trainern der SG-Partner.

“Was nicht nur uns, sondern allen Vereinen im DFB Sorgen bereitet, ist die sinkende Quote der Spieler, die nachher tatsächlich zu den Senioren aufrücken und auch darüber hinaus beim Verein bleiben”, meinte Feurer. Detailliert gab er eine Übersicht über die einzelnen Altersklassen sowie die Jugendversammlung, neuer stellvertretender Jugendleiter ist Lukas Gräber.

Sechsstellige Zahlen bei den Ein- und Ausgaben lassen erkennen, dass die Führung der Vereinsfinanzen großen Arbeits- und Zeitaufwand in Anspruch nimmt. Beim Resümee auf das Geschäftsjahr 2018 stellte Holger Schnurr als “Vorstand Finanzen” fest, dass man recht gut dastehe.

“Aller Respekt für die Betreuung von 120 Jugendlichen”, würdigte Bürgermeister-Stellvertreter Rolf Hauser die Nachwuchsarbeit. Zugleich dankte er für die Mitarbeit beim Kinderferienprogramm. 

Keine Veränderungen

Kris Oldach (Vorstand Verwaltung), Manuel Zerr (Sport Seniorenbereich), Holger Schnurr (Finanzen) und Marco Feurer (Jugend) bilden weiterhin das Führungsquartett. Aus diesem Gremium heraus wurde Kris Oldach als Vorsitzender bestätigt. Unterstützt wird das Führungsquartett von Catrin Gerber, Pan Balaskas und Michael Kist.

Stichwort Ehrungen

Für zehn Jahre: Marc-Manuel Armbruster, Emma Feurer, Daniel Helmer, Tristan Lipp, Lana Joy Oldach, Andreas Pahl, Daniel Pfeifer, Oliver Riehle, Peter Schmidt, Sonja Schmidt, Frank Treml. 

Für 25 Jahre: Panagiotis Balaskas, Dominik Birk, Volker Ernst, Thomas Militzer, Kristof Rogge, Dominik Sauer, Andreas Spitzmüller, Patric Wald und Daniel Zehnl. Für 40 Jahre: Herbert Schnurr, Gerhard Siefermann, Herbert Weh und Achim Ziegler. 

Für 50 Jahre: Robert Hauser, Kurt Wild und Thomas Wölfle.

Doppelmeisterschaft 1999

Doppelmeisterschaft 1999

Kein Spieler von damals, der sich beim SV Sasbach nicht an die Fußballsaison 1998/1999 erinnert: Damals holten beide Seniorenmannschaften in ihren Staffeln die Meisterschaft. 

Während sich die zweite Mannschaft 1999 aus nachvollziehbaren Gründen dazu entschied, das Aufstiegsrecht nicht wahrzunehmen, sondern weiter in der “Reservestaffel” (Kreisliga B 1) zu spielen, stieg die erste Mannschaft in die Bezirksliga auf. Die Jubelgesänge über diesen Erfolg, der bis dahin sicherlich größte in der gesamten Vereinsgeschichte, hallten noch manchen Abend nach, zumal es im selben Jahr wie eine “Zugabe” auch noch den Bezirkspokalsieg zu feiern gab.

Für SVS-Vereinschef Kris Oldach war dieses nun 20 Jahre zurückliegende Großereignis Anlass genug, die beiden Siegerteams von damals in die Vereinsgaststätte einzuladen.

Gerne erinnerte man sich bei der “Ersten” auch daran, wie im Verlauf jener erfolgreichen Saison die  Hundert-Tore-Marke geknackt wurde. Mehr als die Hälfte jener Tore ging dabei auf das Konto des Traum-Duos Kris Oldach und Christian Wolf. Auch Marco Feurer, Andreas Dorsner und Tobias Mohr trugen zur imposanten Torebilanz bei. Und inmitten der Torschützen konnte  auch Spielertrainer Volker Zimmerer – nicht selten auch durch seine Freistöße – sehenswerte Treffer bejubeln. Auch stellten beide Meisterschaftsteams die beste Abwehr – die “Erste” musste damals nur 28 Mal den Ball aus dem eigenen Netz ­holen.

Sogar Vizemeister

Seit 1999 gehört der erste Mannschaft nun ununterbrochen dem Bezirksoberhaus an. Meist sogar mit einstelligen Tabellenplätzen, einmal sogar mit der Vizemeisterschaft. Von Anfang bis zum heutigen Tag dabei: Kris Oldach, zwar nicht mehr wie damals als Torschützenkönig, dafür schier unentbehrlich als Mittelfeldmotor und Ballverteiler im Spielaufbau. 

Und was noch mehr zählt: als Interims-Spielertrainer. Denn nachdem man sich nach fünf Spieltagen vom erfolglosen Trainer Steve Schröter trennte, sprang der unverwüstliche Allrounder, der ja auch den Vereinsvorsitz innehat, als sportlich Verantwortlicher in die Bresche. 

Natürlich hoffen nicht nur die Protagonisten von damals, sondern das gesamte SVS-Lager, dass die Zugehörigkeit zur Bezirksliga auch weiterhin noch lange Jahre anhält. Damals wie heute darf man jedoch auch die zweite Mannschaft auf den Sockel des Erfolgs stellen. Denn dieser zweiten Mannschaft gelang nicht nur damals die Meisterschaft, sondern auch im Jahr 2018. Und seither spielt die zweite Mannschaft in jener Spielklasse, in der sich die erste über ihre letzte Meisterschaft freuen konnte. 

Erfolgreiches Oktoberfest

Erfolgreiches Oktoberfest

Schon im vergangenen Jahr, als der Sasbacher Sportverein sein 90-jähriges Bestehen mit sportlichen und geselligen Höhepunkten feierte, fand das 2018er-Oktoberfest einen derart guten Anklang, dass die Anregung, dieses Fest in den Veranstaltungskalender mit aufzunehmen, in die Tat umgesetzt wurde.

Die Grün-Weiß-Familie hielt, wie Vereinschef Kris Oldach rund um diese Veranstaltung feststellte, lobenswert zusammen, sodass unter dem Strich ein durchaus gelungenes Fest entstand. 

Die Sporthalle wurde zum blau-weißen Festzeltambiente umfunktioniert. Auf die Tische kamen nicht nur die wuchtigen Maß-Bierkrüge, sondern auch dazu passend die Weißwürste, Haxen oder Hähnchen. Das bayrische Bild rundeten die Gäste in der Halle, fast ausschließlich in zünftigem Lederhosen-Outfit oder schmucken Dirndln, ab.

Für den klangvollen Rahmen sorgte die Trachtenkapelle Sasbach unter der Leitung von Dirigent Jürgen Mehrbrei, der seine Musiker zu wahrer Höchstform auflaufen ließ und zwischendurch auch selbst die Moderation übernahm. Dabei ging es mit Herz und Schwung zum Auftakt mit bester Unterhaltungsmusik und zahlreichen Soloeinlagen quer durch das breite Repertoire, bis nach gut zweistündigem Auftritt das Stimmungsbarometer schon ganz weit oben war. Zwischendurch zog Dirigent Mehrbrei einen Vergleich zum »richtigen« Oktoberfest, dessen Besucher- und Umsatzzahlen fast jährlich neue Rekorde aufweisen. Eine der genannten Rekordzahlen drehte sich um den Bierkonsum, der in den beiden Vorjahren bei über 7,5 Millionen Litern zu Buche stand.

Im zweiten Anlauf

Mit derartigen Rekorden konnte das Sasbacher Oktoberfest nicht mithalten, ordentlich »getafelt« und getrunken wurde jedoch schon, wobei sich  Bürgermeister Gregor Bühler zum offiziellen Festauftakt nicht zweimal bitten ließ: Der Fassanstich gelang im zweiten Anlauf, ehe Gastgeber-Chef Kris Oldach die ersten Krüge füllte. Im späteren Verlauf des Abends war DJ-Musik angesagt, wobei dann auch die Tanzlustigen auf ihre Kosten kamen.

SV Sasbach – KSC

SV Sasbach – KSC

Cheftrainer Alois Schwartz hatte im ersten von drei Testspielen während der Länderspielpause mit Ausnahme von Malik Batmaz in Sasbach zu Beginn nur Spieler aufgeboten, die bei der 1:3-Heimpleite gegen die Sportfreunde Lotte nicht der Anfangsformation angehört hatten. Auf dem Rasen stand heute auch Testspieler Raphael Assibey-Mensah, der zuletzt für die Reserve des FC Brentford aktiv war. Komplettiert wurde der Kader durch die U19-Spieler Luca Egolf, Ian Hofmann, Stephan Mensah und Nico Wiltz.

Die Blau-Weißen brauchten zunächst ein paar Minuten, um sich dem Tor der Hausherren zu nähern. Ab der 15. Minute lief es aber besser und den Gästen gelangen innerhalb von nur neun Minuten gleich drei Treffer. Christoph Kobald erzielte das 1:0 per Abstauber, nachdem Sasbachs Keeper Fabian Dürr einen Lorenz-Schuss nicht festhalten konnte (15.). Kyoung-Rok Choi erhöht nach einer Batmaz-Vorlage in der 20. Minute auf 2:0. Den dritten Treffer erzielte Lorenz, den Camoglu in Szene gesetzt hatte. Weitere Tore verhinderte bei Lorenz (26., Außenpfosten und 29., Latte) und Janis Hanek (28., Latte) zunächst nur das Aluminium. Zudem scheiterte Batmaz aus spitzem Winkel an Dürr (34.). Den 4:0-Halbzeitstand besorgte Choi mit einem satten Schuss aus sieben Metern in der 40. Minute. Einziger Wehrmutstropfen zur Pause war die Verletzung von Batmaz, der nach einem Zweikampf unglücklich auf dem Boden aufgekommen war und nach 45 Minuten ausgewechselt werden musste.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Schwartz mit Luca Egolf, Justin Möbius, Stephan Mensah, Damian Roßbach, Dominik Stroh-Engel und Marvin Pourié gleich sechs neue Kräfte. Die Youngster aus der U19 konnten sich dabei gleich in Szene setzen und mit Toren glänzen. Mensahs Treffer zum 5:0 in der 54. Minute folgte nur zwei Minuten später Egolfs Kopfball-Treffer im Anschluss an eine Choi-Ecke. Das schönste Tor des Abends konnte Justin Möbius mit einem aus 25 Metern in linke obere Eck direkt verwandelten Freistoß zum 7:0 erzielen. Auf der Gegenseite musste KSC-Schlussmann Mario Schragl nur einmal eingreifen, war in der 74. Minute aber gegen den freistehenden Felix Gräber souverän zur Stelle. Die Karlsruher hingegen ließen sich die nächste Gelegenheit nicht entgehen und erneut konnte sich mit dem zwischenzeitlich eingewechselten Ian Hofmann ein U19-Akteur in die Torschützenliste eintragen. Stroh-Engels Treffer in der 83. Minute folgte kurz vor dem Abpfiff der Schlusspunkt durch Möbius zum 10:0-Endstand.

Das Spiel im Stenogramm:

Karlsruher SC: Schragl – Camoglu, Kobald (46. Egolf), Stoll, Kircher (63. Hofmann) – Hanek (46. Möbius), Assibey-Mensah (46. Mensah) – Choi (63. Wiltz), Lorenz (46. Roßbach) – Röser (46. Stroh-Engel) – Batmaz (46. Pourié)

Tore: 0:1 Kobald (15.), 0:2 Choi (20.), 0:3 Lorenz (24.), 0:4 Choi (40.), 0:5 Mensah (54.), 0:6 Egolf (56.), 0:7 Möbius (71.), 0:8 Hofmann (78.), 0:9 Stroh-Engel (83.), 0:10 Möbius (90.)
Gelbe Karten: Klumpp (70.) / –
Zuschauer: 1.000
Schiedsrichter: Luka Gille (Kuppenheim)

© Spielbericht: ksc.de