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Neubau Kindergarten

Neubau Kindergarten

Der Beschluss steht: In Obersasbach wird ein neuer Kindergarten gebaut. Der Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am Montag gegen eine Anbauvariante am Standort der Ortsverwaltung ausgesprochen.

Der Beschluss des Gemeinderats für den Neubau eines Kindergartens in Obersasbach und gegen eine Anbauvariante am Standort der Ortsverwaltung bedeutet, dass das Gebäude der Ortsverwaltung abgebrochen wird. Die Verwaltung soll in das Toni-Merz-Museum verlegt werden. Dieser Punkt wurde einstimmig befürwortet, ebenso die Beauftragung des Architekturbüros Thiele, ein Wettbewerbsverfahren vorzunehmen. 

Mit diesem vorgenommenen Beschluss sprachen sich die Gemeinderäte gegen ihren Grundsatzbeschluss vom 15. Juli 2019 aus, der wie folgt lautet: „Als zukünftiger Kindergartenstandort in Obersasbach gilt der Standort bei beziehungsweise hinter der Ortsverwaltung. Ziel ist die Errichtung des Kindergartens in zwei Bauabschnitten. Im ersten Bauabschnitt sollen drei U3-Gruppen errichtet werden. In diesem Zuge soll am bisherigen Standort die frei werdende Kapazität für Ü3-Kinder zur Verfügung stehen.“ Mit diesem Grundsatzbeschluss wurde eine einstimmige Entscheidung während der Amtszeit von Bürgermeister Wolfgang Reinholz vom 29. Mai 2017 hinfällig, im Gewann Teichmatten in Obersasbach einen neuen Kindergarten zu bauen.  

Bau in Abschnitten

„Jetzt wird wieder eine Rolle rückwärts gemacht“, meinte Barbara Kowollik-Schneider, zur „Reinholzschen Idee“, einen Neubau anzugehen. Ihr selbst waren die Ideen von Architekt Thiele plausibel, einen Bau in mehreren Abschnitten anzugehen. Dazu bemerkte der Bürgermeister, dass im Gewann Teichmatten allein aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht gebaut werden könne. Der Architekt habe damals  im Zuge der Potenzialanalyse einen Neubau mitbedacht und dafür eine Kostenschätzung von 6,4 Millionen angedeutet. 

„Mir fehlt eine Bestandsaufname und eine Bedarfsplanung“, so Bernhard Wölfle mit dem Hinweis, dass trotz einiger Baugebiete die Gemeinde in ihrer Einwohnerzahl schrumpfe. Zwar habe die Gemeinde in den vergangenen eineinhalb Jahren sehr schnell vier zusätzliche Gruppe inklusive dem Waldkindergarten geschaffen, so der Bürgermeister, aber das Grundproblem sei, dass in Obersasbach der Platz für die U3-Kinder nach der Gesetzesänderung 2013 einfach nicht ausreiche. Die neuen Zahlen würden in Kürze im Gemeinderat vorgestellt. 

Wenn ein Neubau etwa in mehreren Bauabschnitten angegangen werde und zunächst Räume für die U3-Kinder gebaut würden,  müsste zuvor die Ortsverwaltung abgebrochen werden, so Gregor Bühler. Dass 2020/21 mit dem Bau begonnen werde, hielt er für optimistisch. Jetzt gehe es darum, schnellstmöglich den Wettbewerb zu starten. Als erste Planungsrate wurden 50.000 Euro in den Haushalt eingestellt, drei bis dreieinhalb Millionen Euro seien nach Auskunft des Kämmerers in der Finanzplanung für die nächsten Jahre vorgemerkt.

Neubebauung Erlenbad

Neubebauung Erlenbad

Fünf Wohnhäuser mit 40 Wohneinheiten sollen beim Erlenbadpark entstehen, das beschloss der Sasbacher Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag. Außerdem ist ein Park als Fußgängerverbindung zwischen dem Pflegeheim und der Straße Hochfeld geplant.

Für das Projekt „Wohnen im Erlenbadpark“ wurde ein weiterer Baustein gesetzt. Die Gemeinderäte befürworteten in der Sitzung am vergangenen Montag bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung den Bebauungsplanentwurf und verabschiedeten diesen in die öffentliche Auslegung zur Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange. Bei einer Nein-Stimme wurde der städtebauliche Vertrag  zwischen der Gemeinde und dem Vorhabenträger gebilligt. 

Zuvor erinnerte Bürgermeister Gregor Bühler daran, dass der Gemeinderat am 9. April 2018 den Aufstellungsbeschluss fasste, zwischen dem Pflegeheim Erlenbad, der Erlenbadstraße und der Straße Hochfeld eine Bebauung mit vier Gebäuden und einem „Kleinen Kloster“ für die Verwaltung des Klosters und Wohnungen zu bauen. Die Entwurfsplanung wurde am 20. Mai 2019 vorgestellt, die neuen Gemeinderäte wurden über den bisherigen Verlauf des Projekts informiert. 

Thomas Kernler von den Zink-Ingenieuren sieht fünf Wohnhäuser mit 40 Wohneinheiten vor, deren Schwerpunkt auf dem Service-Wohnen mit einfachen Dienstleistungen für Senioren wie Essen auf Rädern,  Hausnotruf oder ambulanter Dienst liege. Bei dem Geltungsbereich mit 6800 Quadratmetern handle es sich um eine Innenraum-Entwicklung im beschleunigten Verfahren mit Häusern von mindestens zwei Vollgeschossen und maximal drei Geschossen. Ausgleichsmaßnahmen würden gemäß Gesetzeslage in und außerhalb des Gebiets vorgenommen. Das Wohngebiet soll im Wesentlichen frei von Fahrzeugen bleiben. Für Besucher gebe es fünf Parkplätze, 40 Stellplätze befinden sich in einer von der L 86a anzufahrenden Tiefgarage. 

Einen aktiven Schallschutz wie eine Lärmschutzwand zur L 86a hin werde es nicht geben, wohl aber einen passiven Lärmschutz durch den Bau von 55-prozentigen Effizienzhäusern mit Dämmung und Dreifachverglasung. Dies wurde im Städtebaulichen Vertrag festgelegt, der separat beraten wurde. Hierbei gab es einen Antrag von Bernhard Wölfle, der eine Kostenbeteiligung der Gemeinde (30.000 Euro) an dem Park mit Mehrgenerationen-Sportgeräten wollte. Dem Antrag wurde nicht stattgegeben, da der Park von den Bürgern genutzt werden kann, so Rudi Retsch und Rolf Hauser.

Herzstück des „Wohnens im Erlenbadpark“ soll in der Mitte ein Park von 850 Quadratmeter werden, der wie die  Fußwegverbindung zwischen Pflegeheim Erlenbad und der Straße Hochfeld öffentlich zugänglich bleibe. Bei dem Weg handele es sich um einen „Wohnweg“ mit einer Breite von 3,50 Metern, auf dem auch ein Feuerwehrfahrzeug fahren könnte. Bei einem Drehleiterfahrzeug sei dies allerdings problematisch, für dieses müsste Platz für eine Aufstellfläche sein, so Feuerwehr-Kommandant Günter Dußmann auf Anfrage des Bürgermeisters. Müllfahrzeuge dürfen das Gebiet nicht befahren, die Behälter müssten an der L 86a platziert werden, betonte Kernler. 

Bäume entfernen

Für das Projekt sei es unumgänglich, dass die Mehrzahl der 90 Bäume entfernt werden müssen, neun könnten erhalten bleiben. Der Planer stellte fest, dass das Plangebiet von den Behörden nicht als „Wald“ eingestuft wurde, das Amt für Waldwirtschaft bewertete nur eine Fläche von 0,2 bis 0,3 Hektar mit „Waldeigenschaft“ gemäß Gesetz. Neben dem Erhalt von Bäumen würden neue rund um das Gebiet beim Waldkindergarten gepflanzt, doch bei diesem Thema gab es einige kritische Nachfragen. Kernler verdeutlichte, dass es sich um eine Abwägung handle und der neu entstehende Wohnwert von den Fachbehörden höher eingestuft wurde als die Bäume.

Baugebiet Kirchwegfeld entsteht

Baugebiet Kirchwegfeld entsteht

42 zentrumsnahe Bauplätze ab Mai 2020 in Sasbach

Die Erschließung des Neubaugebiets Kirchwegfeld in Sasbach hat begonnen. Die Fertigstellung ist für den Mai 2020 anvisiert, sagte Bürgermeister Gregor Bühler im Gemeinderat am Montag.

Die Zeller Straße muss dafür bis zum 30. August gesperrt werden, da sich laut Bühler bei den Kanalarbeiten nicht vorhersehbare Dinge ergeben haben.

Es stehen etwa 2,8 Hektar Nettobauland zur Verfügung. Auf den 42 Bauplätzen – davon 25 gemeindeeigenes Bauland – können 42 freistehende Einzelhäuser und Doppelhaushälften sowie sechs Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Die Erschließungs- und Verfahrenskosten belaufen sich auf 2,85 Millionen Euro. Die Größe der Bauplätze liegt zwischen 330 und 800 Quadratmeter für Häuser und Doppelhaushälften sowie 1000 bis 5000 Quadratmeter für Mehrfamilienhäuser.

Neue Bauplätze

Neue Bauplätze

Spatenstich für die Erschließung des Neubaugebiets Kirchwegfeld in Sasbach: Auf etwa 2,8 Hektar ist Raum für 42 Bauplätze, davon 25 gemeindeeigene, für freistehende Einzelhäuser und Doppelhaushälften sowie sechs Mehrfamilienhäuser.

Die Erschließung durch die Firma Vogel-Bau soll im Kirchwegfeld bis Juli 2020 beendet sein, die Erschließungs- und Verfahrenskosten belaufen sich auf 2,85 Millionen Euro. Die Größe der Bauplätze liegt zwischen 330 und 800 Quadratmetern für Einzelhäuser und Doppelhaushälften sowie 1000 bis 5000 Quadratmeter für Mehrfamilienhäuser.

Seit 2012 wurde geplant und die Bauherren mussten lange warten. Bei seinem Amtsantritt 2018 waren noch vereinzelt Kaufverträge nicht abgeschlossen, berichtet Bürgermeister Gregor Bühler. »Seither ist viel passiert. Die STEG Stadtentwicklung hat sich quasi die Hacken wund gelaufen und auch die Verwaltung war mit der Umsetzung beschäftigt.« Die Kooperation zwischen der STEG, dem Büro RS Ingenieure und der Verwaltung habe bestens funktioniert. Es werde weiterhin die gemeinsame Aufgabe sein, einen Kompromiss zu finden, hinter dem alle stehen können, sagte der Bürgermeister. 

Anfang 2018 seien alle noch von einer sieben Meter hohen und 60 Meter langen Lärmschutzmauer ausgegangen, danach waren es 3,50 Meter auf 60 Meter und aktuell sehe die Planung keine Mauer mehr vor, was Kompromissbereitschaft aller Eigentümer und Nachbarn »zum Wohle der Gesamtgemeinde« zu verdanken sei.

Dieses Neubaugebiet zwischen Oberdorf-, Erlenbad-, Obersasbacher und Zellerstraße sei mehr als zentrumsnahes Bauland für bis zu 250 (neue) Mitbürger. Bühler: »Es bedeutet für uns vor allem einen Lückenschluss zwischen Sasbach und Obersasbach und damit ein Zusammenwachsen als Gesamtgemeinde.« Der neue Gemeinderat werde die Vergabemodalitäten sowie den Kaufpreis für die 25 Gemeindeplätze festlegen. Für die gebe es derzeit etwa 150 Anfragen, der »Druck auf Bauland« bestehe weiterhin. 

Daniel Ruhnow von der STEG erinnerte an die Planungen und Entwicklungen seit 2012, damals war dort noch ein Nahversorger angedacht.

Da Sasbach derzeit keine Wohnbauplätze habe, schaffe das Baugebiet dringend benötigten Wohnraum für Familien. Das Gebiet sei im Flächennutzungsplan als geplante Wohnbaufläche verzeichnet und habe sich auch im Laufe der weiteren Untersuchungen (Artenschutz, Baugrund, Lärm, Hochwasser) als geeignet herausgestellt.

Die Zufahrt ins Gebiet führt über Zeller- und Obersasbacher Straße. Anschließend an die hohen Gebäude im Süden, entlang der Obersasbacher Straße, sollen zwei- bis zweieinhalbgeschossige Doppelhäuser angeordnet werden, nach Norden zur Grünzone hin soll die Bebauung dann auflockern. Dort sind Grundstücke für zwei- bis eineinhalbgeschossige Einzelhäuser vorgesehen. Zur gewerblich geprägten Bebauung im Osten gibt es eine Reihe bis zu dreigeschossiger Wohnungsbauten. 

Mehr Transparenz

Mehr Transparenz

Durch die Einführung des Ratsinformationssystems der Firma STERNBERG erhalten auch politisch interessierte Bürger die Möglichkeit, die Sitzungsunterlagen bereits bequem von unterwegs oder zu Hause einzusehen und sich an der Ausrichtung der Gemeinde Sasbach zu beteiligen.

Alles mit dem Ziel, so Bürgermeister Gregor Bühler, „die Gremienarbeit für die Mandatsträger sowie für die Bürger*innen transparenter und übersichtlicher zu gestalten, effizientere und zeitsparendere Abläufe zu schaffen sowie den Aufbau einer Archivbank mit Recherchefunktion umzusetzen“.

„Um eventuelle Schwachstellen noch ausfindig zu machen, stellen wir probeweise bereits jetzt die Sitzungsunterlagen für die Sitzung am 20. Mai unter www.sasbach.de unter der Rubrik Bürger / Gemeinderat / Ratsinfosystem online.

HIER geht es zum Ratsinformationssystem.

In den Realbetrieb gehen wir dann mit dem neu gewählten Gemeinderat“, stellt Bühler klar.

Quelle: Gemeindeblatt Sasbach Nr. 20/2019