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Kein Spieler von damals, der sich beim SV Sasbach nicht an die Fußballsaison 1998/1999 erinnert: Damals holten beide Seniorenmannschaften in ihren Staffeln die Meisterschaft. 

Während sich die zweite Mannschaft 1999 aus nachvollziehbaren Gründen dazu entschied, das Aufstiegsrecht nicht wahrzunehmen, sondern weiter in der “Reservestaffel” (Kreisliga B 1) zu spielen, stieg die erste Mannschaft in die Bezirksliga auf. Die Jubelgesänge über diesen Erfolg, der bis dahin sicherlich größte in der gesamten Vereinsgeschichte, hallten noch manchen Abend nach, zumal es im selben Jahr wie eine “Zugabe” auch noch den Bezirkspokalsieg zu feiern gab.

Für SVS-Vereinschef Kris Oldach war dieses nun 20 Jahre zurückliegende Großereignis Anlass genug, die beiden Siegerteams von damals in die Vereinsgaststätte einzuladen.

Gerne erinnerte man sich bei der “Ersten” auch daran, wie im Verlauf jener erfolgreichen Saison die  Hundert-Tore-Marke geknackt wurde. Mehr als die Hälfte jener Tore ging dabei auf das Konto des Traum-Duos Kris Oldach und Christian Wolf. Auch Marco Feurer, Andreas Dorsner und Tobias Mohr trugen zur imposanten Torebilanz bei. Und inmitten der Torschützen konnte  auch Spielertrainer Volker Zimmerer – nicht selten auch durch seine Freistöße – sehenswerte Treffer bejubeln. Auch stellten beide Meisterschaftsteams die beste Abwehr – die “Erste” musste damals nur 28 Mal den Ball aus dem eigenen Netz ­holen.

Sogar Vizemeister

Seit 1999 gehört der erste Mannschaft nun ununterbrochen dem Bezirksoberhaus an. Meist sogar mit einstelligen Tabellenplätzen, einmal sogar mit der Vizemeisterschaft. Von Anfang bis zum heutigen Tag dabei: Kris Oldach, zwar nicht mehr wie damals als Torschützenkönig, dafür schier unentbehrlich als Mittelfeldmotor und Ballverteiler im Spielaufbau. 

Und was noch mehr zählt: als Interims-Spielertrainer. Denn nachdem man sich nach fünf Spieltagen vom erfolglosen Trainer Steve Schröter trennte, sprang der unverwüstliche Allrounder, der ja auch den Vereinsvorsitz innehat, als sportlich Verantwortlicher in die Bresche. 

Natürlich hoffen nicht nur die Protagonisten von damals, sondern das gesamte SVS-Lager, dass die Zugehörigkeit zur Bezirksliga auch weiterhin noch lange Jahre anhält. Damals wie heute darf man jedoch auch die zweite Mannschaft auf den Sockel des Erfolgs stellen. Denn dieser zweiten Mannschaft gelang nicht nur damals die Meisterschaft, sondern auch im Jahr 2018. Und seither spielt die zweite Mannschaft in jener Spielklasse, in der sich die erste über ihre letzte Meisterschaft freuen konnte.