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Fünf Wohnhäuser mit 40 Wohneinheiten sollen beim Erlenbadpark entstehen, das beschloss der Sasbacher Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag. Außerdem ist ein Park als Fußgängerverbindung zwischen dem Pflegeheim und der Straße Hochfeld geplant.

Für das Projekt „Wohnen im Erlenbadpark“ wurde ein weiterer Baustein gesetzt. Die Gemeinderäte befürworteten in der Sitzung am vergangenen Montag bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung den Bebauungsplanentwurf und verabschiedeten diesen in die öffentliche Auslegung zur Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange. Bei einer Nein-Stimme wurde der städtebauliche Vertrag  zwischen der Gemeinde und dem Vorhabenträger gebilligt. 

Zuvor erinnerte Bürgermeister Gregor Bühler daran, dass der Gemeinderat am 9. April 2018 den Aufstellungsbeschluss fasste, zwischen dem Pflegeheim Erlenbad, der Erlenbadstraße und der Straße Hochfeld eine Bebauung mit vier Gebäuden und einem „Kleinen Kloster“ für die Verwaltung des Klosters und Wohnungen zu bauen. Die Entwurfsplanung wurde am 20. Mai 2019 vorgestellt, die neuen Gemeinderäte wurden über den bisherigen Verlauf des Projekts informiert. 

Thomas Kernler von den Zink-Ingenieuren sieht fünf Wohnhäuser mit 40 Wohneinheiten vor, deren Schwerpunkt auf dem Service-Wohnen mit einfachen Dienstleistungen für Senioren wie Essen auf Rädern,  Hausnotruf oder ambulanter Dienst liege. Bei dem Geltungsbereich mit 6800 Quadratmetern handle es sich um eine Innenraum-Entwicklung im beschleunigten Verfahren mit Häusern von mindestens zwei Vollgeschossen und maximal drei Geschossen. Ausgleichsmaßnahmen würden gemäß Gesetzeslage in und außerhalb des Gebiets vorgenommen. Das Wohngebiet soll im Wesentlichen frei von Fahrzeugen bleiben. Für Besucher gebe es fünf Parkplätze, 40 Stellplätze befinden sich in einer von der L 86a anzufahrenden Tiefgarage. 

Einen aktiven Schallschutz wie eine Lärmschutzwand zur L 86a hin werde es nicht geben, wohl aber einen passiven Lärmschutz durch den Bau von 55-prozentigen Effizienzhäusern mit Dämmung und Dreifachverglasung. Dies wurde im Städtebaulichen Vertrag festgelegt, der separat beraten wurde. Hierbei gab es einen Antrag von Bernhard Wölfle, der eine Kostenbeteiligung der Gemeinde (30.000 Euro) an dem Park mit Mehrgenerationen-Sportgeräten wollte. Dem Antrag wurde nicht stattgegeben, da der Park von den Bürgern genutzt werden kann, so Rudi Retsch und Rolf Hauser.

Herzstück des „Wohnens im Erlenbadpark“ soll in der Mitte ein Park von 850 Quadratmeter werden, der wie die  Fußwegverbindung zwischen Pflegeheim Erlenbad und der Straße Hochfeld öffentlich zugänglich bleibe. Bei dem Weg handele es sich um einen „Wohnweg“ mit einer Breite von 3,50 Metern, auf dem auch ein Feuerwehrfahrzeug fahren könnte. Bei einem Drehleiterfahrzeug sei dies allerdings problematisch, für dieses müsste Platz für eine Aufstellfläche sein, so Feuerwehr-Kommandant Günter Dußmann auf Anfrage des Bürgermeisters. Müllfahrzeuge dürfen das Gebiet nicht befahren, die Behälter müssten an der L 86a platziert werden, betonte Kernler. 

Bäume entfernen

Für das Projekt sei es unumgänglich, dass die Mehrzahl der 90 Bäume entfernt werden müssen, neun könnten erhalten bleiben. Der Planer stellte fest, dass das Plangebiet von den Behörden nicht als „Wald“ eingestuft wurde, das Amt für Waldwirtschaft bewertete nur eine Fläche von 0,2 bis 0,3 Hektar mit „Waldeigenschaft“ gemäß Gesetz. Neben dem Erhalt von Bäumen würden neue rund um das Gebiet beim Waldkindergarten gepflanzt, doch bei diesem Thema gab es einige kritische Nachfragen. Kernler verdeutlichte, dass es sich um eine Abwägung handle und der neu entstehende Wohnwert von den Fachbehörden höher eingestuft wurde als die Bäume.