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Die Gebühr für das Wasser steigt in Sasbach, die Gebühren für das Abwasser und das Oberflächenwasser bleiben unverändert. Darüber informierte Kämmerer Joachim Falk die Gemeinderäte am Montag.

 Kämmerer Joachim Falk zeigte die Methodik der Kalkulation mit den zugrundeliegenden Daten auf, die zu den einstimmig befürworteten Ergebnissen führten. Aktuell beträgt die Wassergebühr 1,71 Euro pro Kubikmeter. Nach der Neukalkulation ergibt sich ab 1. Januar eine kostendeckende Gebühr von 2,10 Euro Netto. Die zugrundeliegenden gebührenfreien Kosten belaufen sich auf 602 061 Euro und eine Wasserverkaufsmenge von 278 000 Euro. Auch die Grundgebühren für die Wasserzähler erhöhen sich geringfügig, was seinen Grund in den höheren Gerätekosten hat. 

Erhebliche Investitionen

Wie der Kämmerer darlegte, ist die Erhöhung der Wassergebühr geprägt durch die Übergabe der technischen Betriebsführung ab 1. Januar an die Stadtwerke Bühl und durch verschiedene Investitionen von insgesamt 411 000 Euro. Bei Letzterem handelt es sich um Maßnahmen wie die Erneuerung der Wasserleitungen in der Bühler Straße (185 000 Euro) und der Brunnenstraße (80 000 Euro), die Errichtung einer Fotovoltaikanlage am Pumpwerk (30 000 Euro) und sonstiger Investitionen (50 000 Euro). Dargelegt wurde, dass eine Gebührenerhöhung um 0,39 Euro nötig wurde, weil die Übergabe der technischen Betriebsführung im Ergebnishaushalt mit rund 170 000 Euro einfließt und diese Aufwendungen jährlich zu erwirtschaften sind.

Die genannten Investitionen, die wahrscheinlich erst im zweiten Halbjahr 2020 fertiggestellt werden, machen sich erst im Wirtschaftsjahr 2021 im Gebührenhaushalt bemerkbar. Bernhard Ringwald schlug vor, bei der Verlegung des Breitbands in der Waldstraße auch gleich die Wasserleitung zu verlegen, was der Bürgermeister zur weiteren Prüfung mitnahm. 

Keine Anhebung

Auch nach der Neukalkulation und anstehenden Investitionen von 368 000 Euro bleibt die Schmutzwassergebühr mit 2,92 Euro pro Kubikmeter und die Gebühr für das Niederschlagswasser mit 16 Cent pro Kubikmeter unverändert. Dieser Gebühr liegen Kosten für die Unterhaltung der Schmutzwasserkanäle von 105 000 Euro sowie Investitionen in die Verbandskläranlage von 83 000 Euro (Anteil Sasbach) zugrunde. Hinzu kommen Kosten für den Schmutzwasserkanal im Neubaugebiet Kirchwegfeld (60 000 Euro) und für die Erneuerung des Schmutzwasserkanals in der Brunnenstraße (225 000 Euro).