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Die Basis für eine gute Zukunft der Sophie-von-Harder-Schule als Grund- und Werkrealschule haben die Gemeinderäte in der Sitzung am vergangenen Montag sehr schnell und ohne Diskussion gelegt. 
 

Nach dem Statement von Bürgermeister Gregor Bühler votierten die Räte einstimmig dafür, die bisherige öffentlich-rechtliche Vereinbarung zum Schuljahresende 2019/2020 zwischen der Gemeinde Sasbach und der Stadt Achern aufzulösen. Nun müssen noch die Nachbarkommunen und das Landratsamt Ortenaukreis gehört werden, danach kann die oberste Schulbehörde vom Regierungspräsidium Freiburg »grünes Licht« für den neuen Schulverband am Standort in Sasbach geben. 

Zukunft wird es zeigen

Der bisherige Schulverband der Antoniusschule Oberachern und der Sophie-von-Harder-Schule würde dann aufgelöst, die Oberacherner Schule wäre nur noch eine Grundschule. »Erst in ein paar Jahren wird sich zeigen, ob die Werkrealschule eine Zukunft hat«, sagte Gregor Bühler. Denn den »größten Druck« erhielten die Werkrealschulen dadurch, dass die Schulempfehlung nach der 4. Klasse weggefallen ist. Nun bestehe die Möglichkeit, ab dem Schuljahr 2020/21 mit der Werkrealschule in Sasbach durchzustarten. »Letztlich entscheiden aber die Eltern und die Schüler darüber, wo sie zur Schule gehen«, betonte der Bürgermeister.

Vor der Beratung und Beschlussfassung erinnerte Gregor Bühler daran, dass 2016 ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen der Stadt Achern und der Gemeinde Sasbach zur Einrichtung des Schulverbundes geschlossen wurde. »Dieser hatte das Ziel, die Werkrealschule in der Raumschaft am Leben zu erhalten, da die Anmeldezahlen einfach nicht mehr ausgereicht haben.«

Der Vertrag kam dann 2018 zur vollen Wirkung, als die Klassenstufen 5 bis 7 in Sasbach und 8 bis 9 in Oberachern beschult wurden. »Durch den kurzfristigen Ausfall einer Lehrkraft konnte der Unterricht in Oberachern jedoch nicht stattfinden, sodass alle Klassen auch im Schuljahr 2018/2019 in Sasbach waren«, führte Bühler weiter aus. Erst im laufenden Schuljahr sei es dann zu der tatsächlichen Umsetzung der Werkrealschule Oberachern mit der  Außenstelle Sasbach gekommen.
Doch bereits im letzten Quartal 2018 fanden »Gespräche zwischen den Verwaltungen, gemeinsame Sitzungen der Gemeinderatsvertreter sowie regelmäßige Gespräche mit Elternvertretern und Eltern statt.« 

Keine 16 Schüler 

Einer »Hiobsbotschaft« gleich kam dann Anfang 2019 die Tatsache, dass der Schulverbund die geforderten 16 Schülerinnen und Schüler im laufenden Schuljahr nicht verzeichnen konnte. »Nachdem sehr viel Kommunikation und unzählige Verhandlungen mit dem Schulamt sowie dem Regierungspräsidium stattgefunden hatten, kamen die beiden Gemeinderatsgremien in Achern und Sasbach am 15. September 2019 zusammen und diskutierten auch dieses Thema.«
Das Ergebnis war, so der Bürgermeister, dass sich Achern und Sasbach mit den zuständigen Behörden darauf verständigten, dass die Schüler ab dem 11. November 2019 ganz in Sasbach beschult werden sollen. Zusätzlich soll ein neuer Schulverbund in Sasbach errichtet werden, dazu müssen auch die Schulleitungsstellen neu ausgeschrieben werden. 

Ortsvorsteher Rudi Retsch begrüßte die gefundene Lösung und bedankte sich bei Gregor Bühler für dessen »großes Engagement« dafür, dass die Sophie-von-Harder-Schule am sehr gut ausgestatteten Standort Sasbach zu einer Grund- und Werkrealschule wird. »Das ist das, was wir uns wünschten«, sagte Bernhard Ringwald und Wolfgang Hetzel ermunterte die Eltern und Schüler, die Werkrealschule als eine gute, wichtige und besondere Form von Schule zu nutzen. »Hier gibt es optimale Möglichkeiten, zu einem guten Schulabschluss zu kommen.«